Unsere Konzeption



1 Rahmenbedingungen unserer Einrichtung

1. 1 Kerninformationen zu Träger und Kita

Der Caritasverein St. Magdalena e. V. hat sich bei der Vereinsgründung am 01.12.1954 zum Zweck und Ziel gesetzt:

  • die Bildung und Erziehung des Kleinkindes nach christlichen Grundsätzen durch den Betrieb und die Unterhaltung eines Kindergartens;
  • die ambulante Krankenpflege im christlichen Geist durch kooperative Mitgliedschaft bei der Caritas – Sozialstation St. Hedwig, Eltmann.

Der Verein gehört dem Caritasverband für den Landkreis Haßberge e. V. und über diesem dem Caritasverband für die Diözese Würzburg e. V., sowie dem deutschen Caritasverband e.V. als kooperatives Mitglied an.

Unsere Einrichtung wurde in über 50 Jahren zum Segen für mehrere Generationen, Familien und der Gemeinde. Wir tun dies alles zum Segen für die Kinder, denn

  „Kinder sind das größte Gut und Geschenk Gottes.“

Durch unsere Trägerschaft sind wir für die Kinder, aber auch für die alten und kranken Menschen mitverantwortlich.

Zu unseren Pflichten gehören auch unterschiedliche religiöse Überzeugungen zu achten und zu respektieren.

Außerdem ist es eine wichtige Aufgabe des Trägers, dem Kitapersonal wissenschaftlich begründete und praxisorientierte Fortbildungsmaßnahmen zu ermöglichen, um die Anwendung und Durchführung neuester pädagogischer Erkenntnisse zu gewährleisten und die Qualität unserer Arbeit zu sichern.

Lisa Reiser, 1. Vorsitzende 

Der Träger sorgt für die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Rahmenbedingungen, wie Versicherungsschutz und Sicherheitsvorschriften. Für einen ordnungsgemäßen, betrieblichen Ablauf stellt er einen Haushaltsplan auf und sorgt für die finanziellen Mittel. Es finden regelmäßige Sitzungen zwischen Träger und Kindergartenteam statt.

Der erste Kindergarten wurde im August 1945 in Ebelsbach im Jugendheim am Pfarrhaus eröffnet.

Im April 1962 entstand dann der zweigruppige Kindergarten „St. Magdalena“ in der Straße Zum Nussacker 22.

Ende der sechziger Jahre wurde wegen der großen Kinderzahl der Schlafraum zu einem dritten Gruppenraum umfunktioniert.

Von 1957 – 1995 wurde die Einrichtung von Schwestern aus der Kongregation der Töchter des Allerheiligsten Erlösers – Würzburg geleitet und betreut.

Im Sept. 1995 wurde eine weltliche Leitung mit der Betreuung der ca. 75 Kinder beauftragt.

1999 wurde der bestehende Kindergarten generalsaniert und um Intensivräume und Bewegungsraum erweitert.

Im Februar des darauffolgenden Jahres wurde der neue, äußerst gelungene Kindergarten von Domkapitular Rost und Herrn Pfarrer Pottler feierlich eingeweiht.

Unsere Außenanlage mit den neuen Spielgeräten wurde im Jahr 2000 fertiggestellt.

Im Kindergartenjahr 2009/10 wurde unser Kindergarten durch eine Kleinkindgruppe erweitert.

Dem folgte im Jahr 2011 die Eröffnung der ersten Krippengruppe für 12 Kinder unter 3 Jahren.

Im Jahr  2012 wurden 25 neue Regelplätze beantragt und die Räumlichkeiten hierfür konnten 2013 durch den Umbau des ersten Stockwerkes im Magdalenenhaus eingeweiht werden. Seither besuchen unsere Kinder mit viel Freude den Kindergarten.

Im Kalenderjahr 2017/ 2018 wurde das Außengelände unserer Kita generalsaniert. Alle festinstallierten Spielgeräte wurden erneuert und das Spielangebot um ein Trampolin und eine Tellerschaukel erweitert. Zudem wurde die Beschattung erweitert und die Rädchen Instand gesetzt. 

Seit dem Jahr 2019 besitzt unsere Kita zudem eine Außengruppe/ Zweitstelle im Gebäude der Ebelsbacher Grundschule. 

Hierwurden zwei Räume liebevoll umgestaltet und ein Spielbereich im Garten geschaffen. Insgesamt bietet unsere Einrichtung nun Platz für 119 Kinder.

1. 2 Situation der Kinder und Familien des Einzugsgebietes

Ebelsbach liegt zentral zwischen Haßfurt und Bamberg. Die sehr gute Infrastruktur ist auf den eigenen Bahnhof, die Buslinien und die Anbindung an die A 70 zurückzuführen.

Ebelsbach ist eine Gemeinde mit ca. 3000 Einwohnern. Ortsteile von Ebelsbach (Gleisenau, Schönbach, Schönbrunn, Steinbach, Rudendorf) verbuchen nochmals ca. 1000 Einwohner. Es gibt noch zwei weitere Kindertageseinrichtungen in Gleisenau sowie in Steinbach. Eltern aus den Ortsteilen der Gemeinde Ebelsbach haben die Möglichkeit ihre Kinder jeden Morgen und jeden Mittag mit dem Kita-Bus in die Kindertageseinrichtung fahren zu lassen. Die Kosten für die Buslinie werden z.T. von der Gemeinde und z.T. von den Eltern übernommen.

Die Kerngemeinde Ebelsbach befindet sich im kontinuierlichen Wandel. Durch die Entstehung eines Neubaugebietes am Schönberg ist Ebelsbach gerade für junge Familien zu einem Hotspot geworden. Die Gemeinde bietet Ihnen die Möglichkeit sesshaft zu werden und sich aktiv am Gemeinwesen durch zahlreiche Vereine zu beteiligen. 

1. 3 Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen basieren auf dem „BEP“.

„BEP“ ist die Abkürzung für „Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung“, nach dem wir in unserer gesamten Einrichtung arbeiten. Er beschreibt unter anderem Basiskompetenzen, wie z.B. soziale, sprachliche, kognitive und körperbezogene Kompetenzen, deren Stärkung im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit mit Kindern von 0 – 6 Jahren steht.

1. 4 Curricularer Bezugs- und Orientierungsrahmen

Im Mittpunkt unserer päd. Arbeit steht das Kind mit seinen individuellen Kompetenzen und seiner Persönlichkeit. Wie sich ein Kind entwickelt wird jedoch durch viele Variable aus seinem Lebensumfeld mitbestimmt. Kinder nehmen Ihre Umwelt auf vielfältige Art und Weiße war, wie ein Künstler der sich für sein Gemälde inspirieren lässt.  Diese Inspiration lässt sich als Rahmenbedingungen umschreiben. 

  • das familiäre Umfeld, in welches das Kind hineingeboren wird
  • die Gesellschaft in der wir leben (demokratisches Deutschland)
  • das kulturelle Umfeld in dem die Kinder aufwachsen 
  • das Bildungssystem, welches die Kinder durchlaufen
  • das Leitbild der Caritas und des christlichen Glaubens
  • die individuellen Rahmenbedingungen unserer Kita
  • die Werthaltungen und Schwerpunktsetzungen des päd. Personales 
  • die Dynamik des Gemeinwesens der Gemeinde Ebelsbach, in welcher die Kinder wohnen 

Die Inspirationen/ RahmenbedingungWir sind uns der Bedeutung und der Einflüsse dieser Inspirationen in Bezug auf den Bildungsprozess bewusst. Durch eine geschulte Reflektion entsteht so ein Kontinuum, welches die Kita zu einem lebendigen Ort des Wachsens uns Lernens werden lässt. 

2 Orientierungen und Prinzipien unseres Handelns

2. 1 Unser Menschenbild 

Jeder Mensch ist auf seine individuelle Art und Weiße perfekt und verdient es mit Respekt behandelt zu werden. Wir legen viel Wert auf ein gemeinsames friedvolles Miteinander, in welchem jeder seine individuellen Stärken zum Wohl der Gemeinschaft einbringen kann. Diesen Respekt und die liebevolle Wertschätzung möchten wir an die Kinder weitergeben.

Bild von Kind:
Ein Kind, das ermuntert wird, lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem mit Toleranz begegnet wird, lernt Geduld.Ein Kind, das gelobt wird, lernt Bewertung.
Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt, lernt Gerechtigkeit.
Ein Kind, das Freundlichkeit erfährt, lernt Freundschaft.
Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf, lernt Vertrauen.
Ein Kind, das von Jesus Christus hört, wird Glauben erleben.
Ein Kind, das geliebt und umarmt wird, lernt Liebe in dieser Welt zu empfinden.

2. 2 Bildungsverständnis 

In unserer Kita ist das Kind selbst der Konstrukteur seiner Lernwelt. Mit Hilfe der intrinsischen Motivation gestalten Kinder Ihre Bildungsprozesse, durch die freie Wahl der Spielutensilien aktiv mit. 

Der Erzieher dient Ihnen als Lernpartner, welcher sie durch die pädagogische Lenkung vielfältig fördert. Des Weiteren bauen wir auf eine vertrauensvolle Basis. Unser pädagogisches Personal dient den Kindern als sicherer Anker und Ansprechpartner, welcher durch das eigene Verhalten den Lernprozess des direkten Lernens am Modell nach Skinner anregt. 

Zudem sehen wir Bildung als sozialen Prozess an. Kinder und Menschen lernen im sozialen Gefüge der Gemeinschaft voneinander und entwickeln individuelle Stärken und Persönlichkeiten durch interaktive Kommunikation zu andern Kindern und Erwachsenen.

2. 3 Pädagogisches Leitbild 

Teiloffene Arbeit

Im Kindergartenbereich sind unsere bestehenden Gruppen im Jahr 2013 der offenen Arbeitsweise gewichen. Das heißt konkret, dass die bestehenden altersgemischten Regelgruppen sowie deren Gruppenräume aufgelöst wurden. 

Wir arbeiten nun in sogenannten Bezugsgruppen. Diese sind altershomogen strukturiert und werden von je einer Bezugserzieherin geführt, welche zeitgleich den Bezugsraum/ Funktionsraum beaufsichtigt. 

Einmal am Tag treffen sich alle Kinder des Kindergartenbereiches zum großen Morgenkreis, bei dem wir gemeinsam singen, beten sowie den Tag besprechen. 

Anschließend finden unsere Bezugskreise statt, für die unsere Kinder in Ihre altershomogenen Bezugsgruppen aufgeteilt werden. In einer Zeitspanne von 45 Minuten werden altersgemäße Themen methodisch veranschaulicht und situativ mit den Kindern im Kontext erarbeitet. 

Anschließend beginnt die erste Freispielzeit, hier spielen die Kinder noch in Ihrer Bezugsgruppe, in dem Ihnen zugeordneten Bezugsraum. Dies bietet den Kindern die Chance sich mit Ihrer Bezugsgruppe zu identifizieren. Zeitgleich können gruppendynamische Prozesse und Fähigkeiten der Kinder authentisch wahrgenommen werden.

In der zweiten Freispielzeit dürfen die Kinder nun Ihren Spielort selbst wählen und auch Ihren Spielpartner. Hier erfahren die Kinder ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit und können Ihren individuellen Interessen mit Ihren Sympathieträgern nachgehen. Des Weiteren lernen sie verantwortungsbewusst und eigenständig mit der Ihnen übertragen Verantwortung umzugehen. 

Durch einen klar strukturierten Tagesablauf und kindlich dargestellten Regeln, wie die Begrenzung der Kinderzahlen in den vielfältigen Spielecken, ist es uns möglich den Kindern Sicherheit zu vermitteln. 

Diese erlernen Zeitgefühl, demokratische Teilhabe, Kommunikation der eigenen Bedürfnisse und Empathie im Konstrukt einer großen Gemeinschaft. 

Durch die gezielte Entschleunigung des Tagesablaufes, in den altershomogenen Bezugsgruppen, erhalten die Kinder die nötige Zeit und Ruhe Ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen und zu entdecken. 

3 Transitionen des Kindes im Kitaverlauf

3. 1 Übergang in unsere Kita (Eingewöhnung)

In unsere Einrichtung werden die Kinder mit Hilfe des Berliner Modelles eingewöhnt. 

Im Rahmen dessen ist es wichtig diesen Übergang als ganzheitlichen Prozess eine sogenannte Transition zu betrachten. 

Das Kind sowie die Familie und die Einrichtung erleben umfangreiche Veränderungen. Der Fokus liegt hier auf dem „Einfinden“ und der „Veränderung“ nicht auf dem faktischen Einrichtungseintritt, dem ersten Tag des Betreuungsvertrages. 

 Informationsphase: 

Die Eltern werden auf den bevorstehenden Eintritt in den Kindergarten und Ihre neue Rolle als Kita – Eltern vorbereitet. Sie werden umfangreich über die kommenden Anforderungen informiert. Zeitgleich sollen diese ihrem Kind, den Kita – Start als positiv vermitteln und dieses langsam an seine neue Rolle als Kindergartenkind heranführen. Dies geschieht z.B. durch den Kauf eines Kita – Rucksackes.

Dreitägige Grundphase:

Die Bezugsperson (Sorgeberechtigte) besucht zusammen mit dem Kind die Einrichtung für ca. eine Stunde. In dieser Zeit verhält sie sich passiv um das Explorationsverhalten des Kindes nicht zu stören. Sie ist jedoch jederzeit für das Kind als „sicherer Anker“ anwesend. 

Erster Trennungsversuch:

Ab dem vierten Tag der Woche werden regelmäßige Trennungsphasen eingebaut. Man startet hier mit kurzen fünf Minuten und steigert die Zeit je nach Reaktion des Kindes auf max. fünfzehn Minuten hoch. Hier geht es nicht darum, dass das Kind keinen Trennungsschmerz in Form von Tränen etc. zeigt sondern darum, dass die 

Pädagogen als „Vertrauensperson“ und „Tröster“ angenommen werden. Das Kind sollte sich demnach von Ihnen beruhigen lassen.

Stabilisierungsphase:

Die Kinder kommen nun über einen längeren Zeitraum in die Einrichtung die Eltern sind nur noch kurz mit im Gruppengeschehen. Das pädagogische Personal übernimmt die Versorgung des Kindes. Nach der Verabschiedung erfolgt wieder eine Trennung von den Eltern, hier werden die Zeiten gesteigert die Erziehungsberechtigten befinden sich jedoch abrufbereit in der Eirichtung. 

Ist dies erfolgreich wird diese Phase noch ca. 1 – 2 Wochen weitergeführt. Sollte es zu Schwierigkeiten kommen, verlängert sich diese Phase auf 3 – 4 Wochen. Der Zeitraum ist abhängig von der individuellen Entwicklung des Kindes. 

Schlussphase: 

In der Schlussphase wird das Personal als sichere Basis vom Kind angenommen. Jetzt kann die volle Buchungszeit genutzt werden. Die Eltern sollten noch ca. 2 Wochen telefonisch abrufbereit sein.

3. 2 Übergang in die Grundschule (Verabschiedung)

Schulvorbereitung beginnt nicht erst im Vorschuljahr, sondern meint die gesamte Förderung von der Geburt des Kindes bis zum Schuleintritt!

Während der gesamten Kita-Zeit erwirbt das Kind Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es auf die Schule vorbereit. Im letzten Kindergartenjahr bieten wir zu den jeweiligen Themen Arbeitsblätter, gezielte Angebote, Exkursionen und Einzelförderung an. Verstärkt achten wir hierbei auf eine Förderung der sogenannten Schulkompetenzen, wie Ausdauer, Konzentration, logisches Denken, Gedächtnis, Arbeitshaltung, Ausdrucksfähigkeit, die dem Kind den Übergang in die Grundschule erleichtern sollen.

Alle „Großen“ Kinder unserer Kita erhalten hierzu eine spezielle Förderung. 

 In der Anlehnung an den Übertritt zur Grundschule findet einmal pro Woche (in Kleingruppen) der sogenannte Schultag für unsere „Großen“ statt. Die Struktur dieses Tages orientiert sich am Schulalltag. Es findet hier eine intensive Einheit zur Vorbereitung auf die Schule statt, bei der nötige Übergangskompetenzen gefördert und Lerninhalte gezielt vermittelt werden. Projekte in Form von Ausflügen zum Zahnarzt, Ostergarten, 1. Hilfe u.v.m. sind fester Bestandteil des Kita-Jahres. Außerdem findet täglich im Bezugskreis eine Einheit zur Förderung des phonologischen oder mathematischen Bewusstseins statt, dessen Inhalt am Schulvorbereitungstag vertieft wird. 

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Kindergarten ist uns sehr wichtig. Mit Hilfe des Soft–Step Programmes möchten wir den Übergang in die Grundschule für die Kinder so reibungslos wie möglich gestalten. 

3. 3 Interne Transitionen 

Der dritte Geburtstag des Kindes wird in der Regel noch in der Krippengruppe gefeiert. Während der letzten 4 Wochen in der Krippengruppe besuchen die Kinder die Regelkinder schon öfters in Begleitung einer Bezugsperson im Morgenkreis. Auch im Hof und auf dem Gang, oder in der Frühgruppe begegnen sich „Groß“ und „Klein“ häufig und es werden erste Kontakte geknüpft und neue Freundschaften geschlossen.

Kurz vor dem Übertritt werden wird das Kind durch wiederholte Schnupperstunden und der Teilnahme am Bezugskreis in der „Kleinen“ auf die neuen Bezugspersonen vorbereiten.

Am letzten Tag in der Krippe wird ein Abschiedsfest gefeiert, das Kind bekommt ein Abschiedsgeschenk und wir packen die „Umzugskiste“ mit Lebenskette, Portfolio und den großen Bildern aus dem Briefkasten und der Garderobe. Diese Kiste bringen wir gemeinsam in die Gruppe der „Kleinen“ und packen sie dort mit dem Kind aus.

Für die Hausschuhe und die Wechselkleidung sind die Eltern selbst verantwortlich.

Gegebenenfalls weisen wir die Eltern darauf hin, dass im Regelkindergarten andere geschützte Zeiten gelten und eine höhere Mindestbuchung erforderlich ist.

4 Potpourri der individuellen Pädagogik unserer Kita

4. 1 Differenzierte Lernumgebung 

4.1. 1 Raumkonzept und Materialvielfalt

Unsere Gruppenräume der Kinderkrippe befinden sich an zwei verschiedenen Standorten. Hier sind die Gruppen wie folgt gestaltet.

Die Räume bestehen aus großen, kleinkindgerecht eingerichteten Räumen mit angegliedertem Schlafraum, Wickelraum und Toiletten.

Im Wickelraum befinden sich ein begehbarer Wickeltisch, eine Kindertoilette, Schränke, Regale, mehrere Töpfchen, sowie Waschgelegenheiten. Am Wickeltisch, in den Schränken und Regalen hat jedes Kind zwei Eigentumsfächer für Wickelutensilien und Wechselkleidung.

Für Notfälle gibt es auch eine Dusche im Personalbereich.

In den Außenbereichen haben unsere Kleinsten einen abgetrennten, geschützten Bereich zum Spielen. Dort gibt es einen Sandkasten, eine kleine Rutsche mit Klettermöglichkeit, eine Nestschaukel und viel Platz zum Bobbycar- und Rädchen fahren, spielen und toben.

Unsere Zimmer im Regelbereich gliedern sich in einzelne Bezugsgruppen bzw. Funktionsräume auf. Diese Unterliegen einem gewissen Tätigkeitsschwerpunkt, besitzen jedoch auch Ausgleichsecken um in jedem Raum eine umfangreiche Förderung zu ermöglichen. 

Durch unsere Funktionsräume können die Kinder den gesamten Kindergarten (während der Freispielzeit 2) als Spielbereich nutzen, um nach ihren individuellen Bedürfnissen und Wünschen zu spielen und zu arbeiten. Hierbei ist es uns wichtig, dass die gesamten Räumlichkeiten, soweit dies baulich möglich ist, den Bedürfnissen unserer Kinder, deren unterschiedlicher Altersspanne und ihrem Entwicklungsstand entsprechen. Nur so ist ein nachhaltiges Spielen und Lernen gewährleistet.

Im Anschluss finden Sie eine Beschreibung der unterschiedlichen Funktionsräume.

Bauraum

Der Bauraum birgt sehr vielfältige Möglichkeiten die Denkweise des Kindes zu fördern, vieles aus einer anderen Sicht zu sehen und Vorgänge zu begreifen. Baupläne, Zeichnungen, Grundrisse und Ähnliches geben Impulse und Motivation, selbst aktiv zu werden. Die Kinder machen hier Erfahrungen im Bereich Konstruieren und Bauen. Dazu stehen ihnen Magnetbausteine, Lazy, Schaumstoffbausteine, Puzzles mit unterschiedlichem Anspruch, sowie viele Konstruktionsmaterialien zur täglichen Verfügung. Der Bauraum verfügt über eine zweite und dritte Ebene. So sind die einzelnen Spielbereiche klar voneinander abgegrenzt und ermöglichen ein störungsfreies Spiel.

Atelier

Das Atelier bietet den Kindern die Möglichkeit, sich kreativ zu entfalten und dabei ihre Feinmotorik zu schulen. Darüber hinaus werden aber auch weitere Sinne angesprochen. Durch die große Vielfalt an Möglichkeiten, die sich in Farbstiften, Wasserfarben, Prickelutensilien, Knetmaterialien, Papieren unterschiedlichster Art, der Möglichkeit des großflächiges Malens, Webens, Klebens, sowie „wertfreien“ oder auch anderem Materialien, wie Bierdeckeln, Klopapierrollen, Knöpfen, Wolle, Strickgabeln, Federn u.v.m. äußert, bietet dieser Raum einen unendlichen Spielraum an Erfahrungsmöglichkeiten. Eine Hochebene bietet einen störungsfreien Raum für die Kinder, in den sie sich auch einmal zurückziehen können.

Im Atelier können die Kinder sowohl eigene Ideen verwirklichen, als auch angeleitete Werke erschaffen. Ein wirklich toller Raum um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Werkstatt

In unserer Werkstatt haben unsere Kinder die Möglichkeit, Erfahrungen mit unterschiedlichsten Materialien, wie Holz, Ton, Beton und vielerlei Werkzeugen zu 

Werkstatt

In unserer Werkstatt haben unsere Kinder die Möglichkeit, Erfahrungen mit unterschiedlichsten Materialien, wie Holz, Ton, Beton und vielerlei Werkzeugen zu 

sammeln. Eine sachgemäße Handhabung im Umgang mit Material und Werkzeug steht hier im Fokus. Die Aktivität der Kinder ist hier an deren Lebensraum orientiert und fördert vor allem die lebenspraktischen Kompetenzen des Einzelnen. Wir arbeiten hier bewusst, mit echten Werkzeugen (Säge, Akkuschrauber…) und legen viel Wert auf einen fachlichen Umgang. Die Werkstatt bietet vor allem Kindern, die sich gerne vor Aktivitäten zur Förderung der Feinmotorik drücken, eine gute Option, sich über die Angebote des Ateliers hinaus, mit dem Bereich der Motorik gezielt auseinanderzusetzten und ihre Fähigkeiten zu schulen und zu erweitern.

Es entstehen hier sowohl individuelle Einzelarbeiten als auch Gemeinschaftswerke. Die Werkstatt bietet Raum die eigene Kreativität auszuleben und sich in seinen handwerklichen Fähigkeiten auszuprobieren, diese auszubauen und zu festigen.

Bewegungsraum

Wie der Name schon sagt, geht es hier um den Bereich Bewegung. Die Kinder haben die Möglichkeit sowohl selbstständige Erfahrungen zu sammeln und zu experimentieren, als auch an angeleiteten Aktionen und Projekten teilzunehmen. Wichtig ist uns hier ein guter Umgang mit den Materialien, an die die Kinder Schritt für Schritt herangeführt und so mit ihnen vertraut gemacht werden.

Schulzimmer 

Dieser Raum befindet sich im Kellerbereich unserer Einrichtung. Bedingt durch die Lage bietet er eine besonders ruhige und lernfähige Atmosphäre.

Gartenanlage 

Unser Außenspielbereich ist sowohl von jedem der Funktionsräume, als auch vom Eingangsbereich direkt zu erreichen und in einzelne Spielbereiche untergliedert. 

Das Außengelände bietet den Kindern viele Möglichkeiten zur Entfaltung. Durch eigene Erfahrungen über die unterschiedlichen Sinne, kann Körper sowie Motorik gefördert werden. Nicht umsonst bezeichnet man den Gartenbereich als einen weiteren, wertvollen Pädagogen.

Da wir nach dem Grundsatz „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ handeln, gehen wir täglich nach dem Mittagessen nach draußen und nutzen den Garten als natürlichen Spiel- und Bewegungsraum. 

Neben den Bereichen für belebte Aktivitäten (z. B. Spielturm mit Rutsche, Sandkasten mit Sandbaustelle, befestigter Bereich für Fahrzeuge und Matschküche  eine Rasenfläche zum Toben und Ballspielen) verfügt unser Außengelände über Ruhezonen (z. B. Schaukelbereich, Halle und Sitzecke). Befestigte Wege, zum Fahrrad- oder Dreiradfahren ergänzen die bestehende Vielfalt. Ein Schuppen und eine Garage dienen zum Aufbewahren der Spielsachen und Fahrzeuge.

Unsere beiden Hochbeete, die durch unsere „Gartenchefs“ liebevoll und fachkompetent  bewirtschaftet werden, bildet eines der Herzstücke unseres Außenbereichs, der 2018 völlig neu gestaltet wurde.

4.1. 2 Gruppenstrukturen
Wolkennest-Krippe: Irina Kaufmann pädagogische Fachkraft
Carina Werb pädagogische Ergänzungskraft
Ulrike Benkert pädagogische Ergänzungskraft
Sonnenschein- Krippe: Alexandra Wilhelm pädagogische Fachkraft
Christine Kröckel pädagogische Fachkraft
Heike Bedacht pädagogische Ergänzungskraft
Nicole Berwind pädagogische Ergänzungskraft
Fuchsbau: Birgit Hillenbrand pädagogische Fachkraft
Samantha Kuhn pädagogische Ergänzungskraft
Anna Fetter pädagogische Ergänzungskraft
Bienenwabe: Ulrike Methe pädagogische Fachkraft
(stellvertretende Leitung)
Katharina Dittrich pädagogische Fachkraft
(Kita-Leitung)
Annabelle Viering pädagogische Ergänzungskraft
Villa-Kunterbunt: Beate Klarmann pädagogische Fachkraft
Melanie Popp pädagogische Ergänzungskraft
Gabriele Hümmer pädagogische Ergänzungskraft
Anita Marshall-Zipper pädagogische Ergänzungskraft
4.1. 3 Tagesablauf in strukturiertem Management

Kinderkrippe Sonnenschein (7:00 bis 15:00 Uhr) und 

Kinderkrippe Wolkennest (7:00 bis 16:30 Uhr)

7:00 – 8:30 Uhr: Bringzeit (von 7:00- 7:30 Uhr werden die Kinder im Bewegungsraum empfangen)
7:30 – 9:00 Uhr: Freispiel und im Gruppenraum
9:00 – 9:30 Uhr: Bezugskreis mit päd. Angebot
9:30 – 10:15 Uhr: Gemeinsames Frühstück
10:15 – 11:45 Uhr: Freispiel (drinnen oder draußen) und allgemeine Wickelrunde
11:45 – 12:15 Uhr: Mittagessen (warm und kalt)
12:15 – 13:00 Uhr: Allgemeine Wickelrunde und Beginn der Schlafenszeit

Die Kernzeit 1 endet mit der Abholzeit beginnend um 12:30 Uhr bis 13:00 Uhr.

13:00 – 14:30 Uhr: Schlafenszeit bzw. Freispielzeit für Kinder die nicht schlafen oder nicht mehr schlafen/ aufwachen
14:30 – 15:00 Uhr: Allgemeine Wickelrunde

Die Kernzeit 2 endet um 15 Uhr mit der Abholzeit um 14:30 Uhr bis 15:00 Uhr,
der Nachmittagsdienst übernimmt alle Kinder aus dem Wolkennest.

Die Sonnenscheinkrippe schließt.

15:00 – 15:30 Uhr: Nachmittagsbrotzeit
15:30 – 16:30 Uhr: Freispiel (drinnen oder draußen)

Regelbereich der Kita  (7:00 bis 16:30 Uhr)

7:00 – 8:30 Uhr: Bringzeit (von 7:00- 7:30 Uhr werden die Kinder im Bewegungsraum empfangen)
7:30 – 8:40 Uhr: Freispiel und im Gruppenraum
8:45 – 9:00 Uhr: Gemeinsamer Morgenkreis im Bewegungsraum
9:00 – 9:30 Uhr: Bezugskreis mit päd. Angeboten in den altershomogenen Bezugsgruppen

 9:30 – 10:00 Uhr: Freies Frühstück im Bezugsraum

9:30 – 10:30 Uhr: Freispiel in den Bezugsgruppen oder im Garten
10:30 – 11:30 Uhr Freispiel in gesamt Kita (gruppenübergreifend) oder im Garten
11:30 – 11:45 Uhr Aufräumen/ Aufteilung in Bezugsgruppen/ Händewaschen
11:45 – 12:30 Uhr: Mittagessen (warm und kalt) in den Bezugsgruppen
12:30 – 13:00 Uhr: Freispiel in den Bezugsgruppen

Die Kernzeit 1 endet mit der Abholzeit beginnend um 12:30 Uhr bis 13:00 Uhr.

13:00 – 14:15 Uhr: Freispiel in der gesamten Kita (gruppenübergreifend) oder im Garten

13:30-  14:15 Uhr: Aktionsnachmittag (freiwilliges päd. Angebot für die Kinder)

14:15 – 14:30 Uhr: Aufräumen/ Aufteilung in Bezugsgruppen/ Händewaschen
14:30 – 15:00 Uhr: Abschlusskreis in den Bezugsgruppen

Die Kernzeit 2 endet um 15 Uhr der Nachmittagsdienst übernimmt alle Kinder.

15:00 – 15:30 Uhr: Nachmittagsbrotzeit
15:30 – 16:30 Uhr: Gruppenübergreifendes Freispiel im Bezugsraum oder im Garten

4. 2 Kinder im Fokus

4.2. 1 Partizipation im Alltag

Unser Leitbild beinhaltet die aktive, kindgerechte Einbeziehung der Heranwachsenden in Entscheidungsprozesse innerhalb der Kita. 

Projektarbeit

Projekte können im Kindergarten auf verschiedene Weise zustande kommen:

  • Durch Anregungen und Ideen der Kinder, Eltern und anderen Personen.
  • Da unserer Einrichtung ein katholisches Profil zu Grunde liegt, achten wir darauf, den Jahresverlauf der Kirche mit in unsere Projekte einfließen zu lassen. 
  • Gezielt und geplant, in Bezug auf das pädagogische Konzept. Die Projektwahl richtet sich immer an der Lebenswelt der Kinder. Auch werden die Kinder in die Planung (Kinderkonferenzen) und Durchführung aktiv mit einbezogen.

Im Rahmen der Projektarbeit können Kinder mit verschiedenen Gruppen von Menschen und Institutionen in Berührung kommen. Dies erweitert den kindlichen Horizont, es kommt zu neuen Erfahrungen nicht nur im kognitiven Bereich, sondern auch in der Sozial-  und Persönlichkeitsentwicklung. Selbstständigkeit und Eigenständigkeit werden gefördert.

Zeitweise ist die Durchführung von Projekten nur durch die aktive Mithilfe von Eltern oder Außenstehenden möglich.

4.2. 2 Konstruktion / Miteinander Lernen

Konstruktion wird in unserer Kita durch das Miteinanderlernen im sozialen Gefüge gelebt. Die Kinder erhalten die Möglichkeit Lernprozesse anzustoßen, indem sie im verbalen und nonverbalen Austausch mit anderen Kindern zusammen spielen und aufeinander eingehen. Dies geschieht bei uns in Kleingruppen und innerhalb der gesamt Kita außerhalb der altershomogenen Bezugsgruppen. 

4.2. 3 Bildungspartnerschaft als Lernerfolgsschlüssel

Das pädagogische Personal baut zu jedem Kind eine individuelle Beziehung auf. Diese Vertrauensbasis ermöglicht es den Kindern extrovertiert neue Erfahrungen zu sammeln, Grenzen auszutesten und an Herausforderungen zu wachsen. 

4. 3 Transparente Bildungsdokumentation 

Portfolio 

Wir sind der Meinung, dass die Portfolioarbeit eine gute Methode ist, um die Entwicklung eines Kindes zu dokumentieren und diese am Ende der Kindergartenzeit mit dem Kind und den Eltern zu reflektieren. 

Portfolio…

…für das Kind!
Jedes Kind hat vom ersten Tag an seinen Portfolioordner. Er begleitet das Kind also von der Aufnahme und der Eingewöhnungszeit im Kindergarten bis hin zur Einschulung. Wie in einem Bilderbuch kann das Kind letztendlich die eigenen Entwicklungsschritte nachvollziehen und erkennen, wie es sich Stück für Stück verändert hat und verschiedene Anforderungen gemeistert hat. 

… für die Eltern!
Das Portfolio bietet den Eltern einen guten Einblick in unsere Arbeit. Neben dem Kita – Alltag, lassen sich mit Hilfe der Portfolioarbeit kontinuierliche Fortschritte in der Entwicklung des Kindes darstellen.

Was ist gerade aktuell für das Kind?
Portfolios bieten jede Menge Gesprächsstoff, z. B. in Elterngesprächen. Anhand der Fotos und Texte verdeutlichen sie das Spielen, das Lernen und letztendlich die Entwicklung des Kindes. Wir hoffen, die Eltern mit unserer arbeitsintensiven Portfolio-Arbeit anzusprechen, Erinnerungen festzuhalten und Wertschätzung zu erzeugen.

Entwicklungsbögen:

In unserer Einrichtung werden ab dem 3. Lebensjahr jährlich Entwicklungsbögen mit den Kindern bearbeitet. Diese geben Anhand von Beobachtungen Auskunft über den Entwicklungsstand des Kindes. Unsere Einrichtung verwendet hierfür die Entwicklungstabelle nach Beller, den sogenannten Sismik und Seldakbogen (Sprachentwicklung) und den Perikbogen (kognitive Entwicklung).

Entwicklungsgespräche: 

Einmal im Kita – Jahr findet zudem ein umfangreiches Alter- und Entwicklungsgespräch mit den Eltern der Regelkinder statt. Hier werden die unterschiedlichen Kompetenzen Ihrer Kinder beleuchtet und der Kita – Alltag dargestellt. 

In den Krippen findet ein solches Gespräch auf Anfrage, bei Auffälligkeiten bzw. sicher vor dem Wechsel in den Regelbetrieb statt. 

5. Stärkung der Entwicklungskompetenzen

5. 1 Angebotsvielfalt 

5.1. 1 Projektarbeiten

Wie bereits vorab erklärt, werden hier die Interessen der Kinder aktiv wahrgenommen und mit diesen Schwerpunkten pädagogische Angebote zur Stärkung der Kompetenzen erarbeitet. 

5.1. 2 Freispielangebot 

Die Kinder entscheiden selbstständig WAS sie spielen und mit WEM sie spielen. Für verschiedene Spielbereiche gibt es klare Regeln (z.B. wie viele Kinder den jeweiligen Spielbereich besuchen dürfen).  

Sie müssen sich an die Gruppenregeln halten und dürfen  die Funktionsbereiche nutzen.  Kinder sollen und dürfen spielen – darin steckt all ihr Wissen, ihre Grundlagen und Erfahrungen. In der Freispielzeit wird das kindliche Spiel vom Kind gesteuert. Es ist Entdecker seiner Selbst und Erfinder seiner Fähigkeiten. Hier können sich die Kinder frei entfalten! »Wenn Kinder intensiv und selbstvergessen spielen, lernen sie auch. Sie lernen nach ihrem Tempo, ihrem Wissenstand, meist ganz spontan und nach ihren individuell geprägten Bedürfnissen. Freispielzeit ist immer auch Lernzeit und sollte nicht unterschätzt werden! Im Gegenteil, stimmen mit einer gut vorbereiteten Umgebung die Voraussetzungen, ist Freispiel die „Königsdisziplin“ des Lernens. «   

5.1. 3 Exkursionen

Im Rahmen der Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit nehmen unsere Kinder an zahlreichen Ausflügen teil. Die Vorschulkinder besuchen die Grundschule, den Ostergarten und die Spieletage.

Zudem gehen alle Gruppen regelmäßig in der Gemeinde spazieren um Ausflüge zu machen. 

5. 2 Integration der Bildungs- und Erziehungsbereiche

5.2. 1 Entwicklungsfeld Spielen

  • Entscheidungen treffen
  • das „Ich“ entdecken
  • eigenen Willen und Meinung vertreten
  • Selbstvertrauen
  • Selbstbewusstsein stärken
  • eigene Grenzen erfahren
  • Umgang mit eigenen Gefühlen
  • eigenverantwortlich handeln
  • selbständig werden
  • Konflikte bewältigen

= Persönlichkeitskompetenz wird gestärkt


5.2. 2 Entwicklungsfeld Sprechen, Hören, Sehen 
  • Aktive Wahrnehmung der Umwelt 
  • Schulung/ Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit der einzelnen Sinne
  • Erlernen verbaler Äußerungen 
  • Richtige Artikulation von Lauten
  • Aktive Anwendung von Höflichkeitsformen und Satztypen

= Sprachkompetenz wird gestärkt

5.2. 3 Entwicklungsfeld Denken
  • Fähigkeit der Perspektivübernahme 
  • Erkennen von Problemen/ Gefahren 
  • Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten 
  • Gedächtniserweiterung 
  • Erkennen von Zusammenhängen 
  • Abstraktes Denken
  • Mathematisches, naturwissenschaftliches Verständnis 
  • Umsetzen von Arbeitsaufträgen
  • Steuerung von gezielten körperlichen Prozessen

= Kognitive Kompetenz wird gestärkt 

5.2. 4 Entwicklungsfeld Bewegung
  • Schulung des Lage- und Bewegungssinnes 
  • Schulung des Gleichgewichtes 
  • Schulung der Körperwahrnehmung 
  • Verfeinerung der Bewegungsabläufe 
  • Zunahme an Geschwindigkeit und Präzession in der Motorik
  • Entwicklung körperlicher Fitness/ Ausdauer

= Motorische Kompetenz wird gestärkt 

5.2. 5 Entwicklungsfeld Lebenspraxis
  • eigene Körperwahrnehmung
  • respektvoller Umgang mit der Natur
  • Achtung der Schöpfung
  • Wertschätzung von Spiel- und Beschäftigungsmaterial
  • Bewältigung der Dinge im täglichen Leben
  • verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Dingen
  • Symbolwelt entdecken
  • lernen wie man lernt

= Sachkompetenz wird gestärkt

5.2. 6 Entwicklungsfeld soziales Miteinander/ Emotionalität
  • Zusammenhalt
  • sich zugehörig fühlen
  • Regeln kennen und einhalten
  • Einfühlungsvermögen
  • soziale Kontakte
  • Toleranzverhalten
  • sich angemessen ausdrücken können
  • Konfliktfähigkeit
  • Perspektiven Anderer annehmen
  • Offenheit
  • Verantwortung übernehmen
  • Gefühle wahrnehmen und diese situativ kontrollieren

= Sozialkompetenz und Emotionalitätskompetenz werden gestärkt

5.2. 7 Entwicklungsfeld Religion
  • Kennenlernen des christlichen Menschenbildes 
  • Miterleben der katholischen Hochfeste im Jahresverlauf
  • Glaube an einen guten Gott und Beschützer
  • Erster Kontakt zu dem „Unerklärbarem“ 

= Ethikkompetenz wird gestärkt 

Dich Kind in deiner Ganzheit sehen
mit Herz, Verstand und Händen.
Dir Freiraum, Ausblick, Weite geben
und Schutzraum von vier Wänden.

Dich Kinderseele wachsen lassen,
dich nähren, formen, runden
mit Lebensfreude, Kraft und Mut
in vielen, vielen Stunden.

Du Menschenkind von Anbeginn
in Gottes Herz geschrieben.
Wir können auch nichts Besseres tun,
als dich von Herzen lieben.

6 Kooperationspartner und Vernetzung im Gemeinwesen

6. 1 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern 

Elternarbeit

Da der Kindergarten als familienergänzende Einrichtung gilt, ist eine Verbindung zwischen Elternhaus und Kindergarten unverzichtbar. Die Arbeit des päd. Personals soll für die Eltern stets transparent sein. 

Umgekehrt ist es für das pädagogische Personal auch wichtig, die Welt des Kindes und seine Bezugspersonen zu kennen.  Nur so kann eine harmonische und stabile Beziehung entstehen, in der sich das Kind bestmöglich entfalten kann und Sicherheit gewinnt. 

Elternbeirat  

Der Elternbeirat wird zu Beginn des Kindergartenjahres von den Kindergarteneltern gewählt. Er fördert die Zusammenarbeit zwischen  Träger, Personal und Eltern. 

Der Elternbeirat ist beratend tätig und wird bei bestimmten Angelegenheiten gehört, er hat aber kein eigenständiges Entscheidungsrecht. Seine Empfehlungen und Vorschläge sind für den Träger nicht bindend. Zusätzliche Tätigkeiten unseres Elternbeirates:  

  • Sitzungen nach Bedarf
  • Organisation, St. Martin, Kinderfasching, Nikolausmarkt, Kindergartenfest
  • Sammeln der Tombola Preise

Uns ist eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig.  Ergänzend zur häuslichen Erziehung möchten wir die Kinder während der Kindergartenzeit begleiten, fördern und erziehen und somit auf das weitere Leben vorbereiten.  

6. 2 Partnerschaften mit außerfamiliären Bildungsorten

  • Grundschule Ebelsbach 
  • Tagespflegestelle Ebelsbach 
  • Senioren Gruppe 

6. 3 Soziale Netzwerkarbeit bei Kindeswohlgefährdungen 

In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen unser Schutzkonzept zum Thema Kindeswohl in der Kita vor. Dieses ist eine umfangreiche Darstellung, welche sich in folgende Unterpunkte aufgliedern lässt. 

  • Definition Kindeswohl
  • Rechtliche Grundlagen
  • Definition Kindeswohlgefährdung
  • Entwicklung der Kinderrechte
  • Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung
  • Formen der Kindeswohlgefährdung
  • Präventiver Kinderschutz in unserer Kita
  • Reaktionen bei einer drohenden Kindeswohlgefährdung

Sinnbildlich lässt sich dies in Form eines Kreislaufes darstellen. Werden alle folgenden Aspekte verantwortungsbewusst umgesetzt, lassen sich Kinderrechte und das psychische und physische Wohl der Heranwachsenden schützen.

„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf der Erde gibt“

Albert Einstein

Kindeswohl lässt sich nur schützen, wenn alle Erwachsenen achtsam und reflektiert durch den Alltag gehen, um die zu schützen die sich selbst noch nicht schützen können. 

Definition Kindeswohl:

Mit Kindeswohl wird ein Rechtsgut aus dem deutschen Familienrecht und aus der EU-Grundrechtscharta bezeichnet, welches das gesamte Wohlergehen eines Kindes oder Jugendlichen sowie seine gesunde Entwicklung umfasst.

Es handelst sich hierbei um einen unbestimmten Rechtsbegriff, da das Wort Wohl situationsbedingt und individuell interpretiert werden kann. Es zeigt somit keine klaren Richtlinien auf. 

„Ein am Wohl des Kindes ausgerichtetes Handeln ist dasjenige, welches die an den Grundrechten und Grundbedürfnissen von Kindern orientierte, für das Kind jeweils günstigste Handlungsalternative wählt.“ 

Rechtliche Grundlagen: 

Gemäß des § 1627 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) sind die Eltern auf Grund ihrer elterlichen Rechte dazu verpflichtet zum Wohl des Kindes zu handeln. 

Das primäre Recht der Kinder erschließt sich somit aus dem Elternrecht und Ihrer Pflicht für das Kind sorgezutragen. Diese Verantwortung kann durch den Bildungs- und Betreuungsvertrag auf die Kita und die in dieser Institution arbeitenden Personen übertragen werden. 

Gleichzeitig lassen sich die Kinderrechte aus den allgemeinen Menschenrechten ableiten vgl. GG (Grundgesetz) 

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Solidarität begegnen.“

Definition Kindeswohlgefährdung:

Aus dem Vorangegangenen lässt sich somit schließen, dass man immer von einer Kindeswohlgefährdung sprechen kann, sobald das Verhalten das psychische und physische Wohlergehen des Kindes gefährdet oder dessen Grundbedürfnisse nach Liebe, sozialer Interaktion, Nahrung, gewaltfreier Bildung und einem Zuhause nicht erfüllt werden können. 

Zu beachten sind hier folgende sieben Grundbedürfnisse, welche zwingend notwendig für eine gesunde Entwicklung sind:

  1. Das Bedürfnis nach beständigen, liebevollen Beziehungen:

Kinder benötigen um eine Vertrauensbasis aufbauen zu können mind. eine Bezugsperson welche sie liebevoll betreut und versorgt. 

Sie lernen sich auf jemanden verlassen zu können nicht allein zu sein und ihre eigenen Gefühle später verstehen und in Worte fassen zu können. 

In unserer Kita werden die Kinder Teil einer großen Gemeinschaft, die sich mit Achtung und Respekt begegnen. Der Ausdruck von Gefühlen ist hier nie ein Tabu. 

Unsere Emotionen machen uns zu Menschen.

Sie motivieren uns, bringen uns zum Nachdenken oder bauen Stress ab. 

Wichtig ist es für die Kinder ein sicherer Anker zu sein, der ihnen Hilft im Meer der Gefühle nicht die Orientierung zu verlieren. Der da ist um diese angemessen zu kontrollieren und begreiflich zu machen. 

2. Das Bedürfnis nach körperliche Unversehrtheit und Sicherheit: 

Kinder brauchen von Beginn ihres Lebens an eine gesunde Ernährung und  eine angemessene Gesundheitsversorgung (Ruhe, Bewegung, medizinische Versorgung). Zudem ist Gewalt in jeglicher Form, insbesondere als Erziehungsmaßnahme ein Tabu. 

Die Caritas Kita St. Magdalena sorgt für die Kinder innerhalb der Einrichtung, indem wir für ausrechenden Bewegung sorgen gerne und oft in den Garten gehen um frische Luft zu Tanken. 

Die Kinder können bei uns Ihre mitgebrachte Brotzeit verzehren oder aber an unserem warmen Mittagessen teilnehmen. Dieses unterliegt einem kindgerechten Komponentenplan, der Garant für die Nährstoffaufnahme ist. 

Unser Erziehungsstil ist demokratisch, frei von körperlicher und seelischer Gewalt und immer an einer Bildungspartnerschaft mit den Kindern interessiert.

3. Das Bedürfnis nach individuellen Erfahrungen:

Jedes Kind ist ein Individuum mit unterschiedlichen genetischen Veranlagungen, Charakterzügen und Interessen. Um seinen Platz in der Welt finden zu können ist es wichtig sich mit sich selbst zu identifizieren und sich definieren zu können. 

Unsere Kita möchte Kinder die Chance geben, durch vielfältige Spielangebote Interessen und Begabungen zu erkennen. 

Gleichzeitig bestärken wir jedes Kind durch verbale Anerkennungen für seine individuellen Leistungen. Jeder ist gut so wie er ist und wird auch exakt so getreu den christlichen Menschenbildes angenommen und von Gott geliebt. 

4. Das Bedürfnis nach entwicklungsgerechten Erfahrungen:

Die Entwicklung des Menschen ist ein lebenslanger Prozess. So müssen auch Kinder gewisse Entwicklungsphasen, welche altersspezifisch sind, durchlaufen. 

Nur so kann eine Weiterentwicklung und ein erwachsen werden erst möglich sein. 

In der Kindertageseinrichtung werden die Kinder in den altershomogenen Bezugsgruppen mit spezifisch abgestimmten päd. Angeboten geschult und ein Lernprozess mit klaren Lernzielen angestoßen und überprüft.

Des Weiteren liefert der Lehrraum Kita den Kindern vielfältige Anregungen um durchs Spiel zu wachsen, Herausforderungen anzunehmen und sie zu meistern. 

Die päd. Fachkraft steht hier als Unterstützung und Motivator zur Seite. Wichtig ist hierbei, dass kleine Unfälle zum Leben gehören und passieren dürfen, sie lassen die Kinder Vorsicht und Selbsteinschätzung erlernen. 

5. Das Bedürfnis nach Grenzen und Strukturen: 

Kinder benötigen Grenzen und Strukturen, da diese Verhaltenssicherheit vermitteln. Sie lernen die gegebenen Freiheiten zu schätzen, da die Grenzen erst den relativen Wert erkennen lassen. 

Jede gesteckte Grenze die durch eine Regel gesetzt wird, kann gleichzeitig ein berechtigter Garant für Sicherheit sein (vgl. Gesetzgebung). 

Die Kita ist ein Raum voll mit Regeln und Strukturen. Dies zeigt sich unter anderem in unserem Tagesablauf. Die Kinder erhalten so ein Gefühl von Zeit und Raum, sie wissen, wann es zum Essen geht oder wann Zeit für Ruhe und Entspannung ist. 

In individuellen Spielecken ist die Anzahl der Kinder begrenzt, die Kinder wissen auch hier eigenständig worauf sie achten müssen. 

Alle aufgestellten Regeln und Grenzen haben einen reflektierten pädagogischen Hintergrund, welcher den Kindern altersgemäß vermittelt wird. Wichtig ist, dass auch die Kleinsten verstehen, dass wir ihnen nicht aus Willkür etwas verbieten, sondern es zu ihrem Schutz oder dem Schutz anderer dient. 

Alle Regeln werden mit einer liebevollen Konsequenz, genauen Erklärungen, einem schützenden an die Hand nehmen oder kleinen Auszeitpausen für die Kinder vermittelt. 

6. Das Bedürfnis nach stabilen und unterstützenden Gemeinschaften: 

Je älter ein Kind wird, desto wichtiger wird das Gefühl der Zugehörigkeit. Das Bild, welches unser Umfeld uns von uns selbst vermittelt, gewinnt immer mehr an Bedeutung und beeinflusst die Persönlichkeitsentwicklung. 

Der Mensch ist ein soziales Wesen und auf den Umgang mit Gleichgesinnten angewiesen um glücklich und gesund zu sein. 

In der Kindertageseinrichtung achten wir darauf, dass alle Kinder miteinander in Kontakt treten können. 

Wir helfen falls nötig sozial schwächeren, introvertierten Kindern dabei Freundschaften zu knüpfen. 

Im Fokus unserer Arbeit steht hier die vernünftige Definition eines Freundes. Hier werden Werthaltungen vermittelt, dass ein Freund nicht alles tun darf was er möchte und „Ich“ als eigenständige Person immer das Recht habe Nein zu sagen und mein Gegenüber dieses auch annehmen muss. 

Jeder soll den Anderen so behandeln wie er selbst behandelt werden möchte. Das Austesten von Grenzen und auch ein körperliche Konflikt gehören mit dazu um moralisch richtig und falsch unterscheiden zu können. 

7. Das Bedürfnis nach einer sicheren Zukunft für die Menschheit: 

Kinder sind unsere Zukunft, sie bilden die nächste Generation und beeinflussen somit indirekt schon die Wirtschaft, Politik und das soziale Miteinander von Morgen. 

Unsere Einrichtung versucht Kindern eine sorgenfreie Kindheit zu ermöglichen in der sie keine kleinen Erwachsenen sondern Kinder sein dürfen. Sie können Fehler, Blödsinn und Späße machen um zu lernen. 

Mit immer stetig steigenden Kompetenzen erhöhen sich auch die Verantwortung und die Freiheiten die wir ihnen übertragen. 

Wir glauben an jedes einzelne unserer Kinder und versuchen seine Resilienz so weit zu stärken, dass es für die Widrigkeiten des Lebens gewappnet ist und diese erfolgreich bestreiten kann. 

Entwicklung der Kinderrechte: 

Neue Wege auch in Deutschland

Die politisch bewegten 1970er Jahre brachten in Deutschland die Kinderladenbewegung hervor, es kam eine Diskussion um antiautoritäre Erziehung in Gang und damit gelangten auch die Kinderrechte erneut auf die Tagesordnung. Erst mit dem Jahr 1983 (!) war in der Bundesrepublik Deutschland die körperliche Züchtigung flächendeckend verboten, in der DDR war sie bereits seit 1949 nicht mehr erlaubt.

Zum 20. Jahrestag der Erklärung der Rechte des Kindes erklärten die Vereinten Nationen 1979 zum Jahr des Kindes. Bereits 1978 hatte die polnische Regierung den Vorschlag unterbreitet, die Erklärung von 1959 in einen völkerrechtswirksamen Vertrag umzuwandeln. Man beauftragte die UN-Men­schen­rechts­kom­mis­sion mit der Bildung einer Arbeitsgruppe, um einen Entwurf eines Über­ein­kom­mens vor­zu­le­gen, der im März 1989 einstimmig angenommen wurde. Schließlich ver­ab­schie­de­te die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 20. November 1989, dem 30. Jahrestag der Erklärung der Rechte des Kindes, die Kinderrechtskonvention ebenfalls einstimmig (Resolution 44/25). Am 02. September 1990 trat sie in Kraft, dreißig Tage nach der 20. Ratifizierung durch ein Mitgliedsland. Sie ist das wichtigste internationale Menschenrechtsinstrumentarium für Kinder!

Die meist gezeichnete Konvention der Welt

Seitdem ist der 20. November der Internationale Tag der Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention ist in der Zwischenzeit von 195 Staaten ratifiziert worden – auch von der Bundesrepublik Deutschland. Von den UN-Mitgliedsstaaten fehlen nur die USA. Allerdings hat die Bundesregierung dies anfänglich nur unter dem Vorbehalt des Fortbestehens vorhandener Einschränkungen der Kinderrechte durch das Familien- und Ausländerrecht getan. Sie bezog den Vorbehalt insbesondere auf die Artikel 9 (Trennung von den Eltern; persönlicher Umgang), 10 (Familienzusammenführung; grenzüberschreitender Kontakt), 18 (Verantwortung des Kindeswohls) und 22 (Flüchtlingskinder). Konkret hieß das unter anderem, dass das weitgehende Verbot staatlicher Eingriffe in die elterliche Erziehung bestehen und Kindern von Asylbewerbern das Recht auf Bildung versagt blieb.

Erst am 15. Juni 2010 wurde eine Rücknahmeerklärung bei den Vereinten Nationen hinterlegt und damit dieser Vorbehalt durch die Bundesregierung zurückgenommen.

Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung:

Eine gewaltfreie Erziehung ohne Schläge, ohne Strafen, ohne Drohungen und Erpressungen, bedeutet nicht, dass man nie NEIN sagen darf und keine Grenzen bewahrt werden. 

Jedes Kind hat das Recht frei von Gewalt, sei es in psychischer oder physischer Form, aufzuwachsen. 

Jeder Erwachsene sollte hier als Vorbild vorangehen und reflektiert mit seinen Handlungen und Äußerungen umgehen. 

Formen der Kindeswohlgefährdung: 

  • Körperliche Misshandlungen 
  • Vernachlässigung 
  • Seelische Misshandlung 
  • Sexueller Missbrauch 
  • Suchtabhängigkeit der Eltern 
  • Psychisch kranke Eltern 
  • Hochkonflikthafte Trennung der Eltern 
  • Häusliche (Partner-) Gewalt

Präventiver Kinderschutz in unserer Kita:

Aktive Wahrnehmung und Beobachtung:

Wir nehmen jedes einzelne unsere Kinder genau wahr. Wir beobachten Sie in Alltagssituationen und führen Gespräche mit ihnen. Hierbei hilft uns unsere Bildungs- und Vertrauenspartnerschaft mit den Kindern um mögliche Auffälligkeiten schnell feststellen zu können. 

Zulassen von körperliche Nähe und Grenzen- Setzung:

Die Kinder dürfen uns als „Kuschelpartner“ nutzen, indem sie uns umarmen oder auf dem Schoß sitzen dürfen. Gleichzeitig zeigen auch wir ihnen Grenzen auf, das man beispielsweise Fremde nicht küsst und sich nicht berühren lassen muss, wenn man dies nicht möchte. 

Selbstbewusste Kinder mit eigener Meinung:

In der Kita lernen die Kinder ihre Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen angemessen zu vertreten und kund zu tun. Gleichzeitig stärken wir ihre Persönlichkeiten und vermitteln Ihnen sie sind gut wo wie sie sind und sie müssen nicht erst etwas eventuell Unangemessenes dafür tun. 

Pädagogisches Team:

Wichtig sind uns auch Fallbesprechungen im Team  und die Reflexion dieser, Zudem arbeiten wir immer wieder an unseren eigenen Werthaltungen. 

Privatsphäre achten und einhalten:

Unsere Kinder werden darauf geschult, den Toilettengang alleine durchzuführen und auch andere nicht dabei zu stören. 

Kinder werden nie in der Öffentlichkeit umgezogen oder auf dem Flur entkleidet. Dies geschieht immer in einem geschützten Raum und auch nur mit der Unterstützung die das jeweilige Kind möchte bzw. braucht. 

Reaktionen bei einer drohenden Kindeswohlgefährdung:

Hier arbeiten wir mit folgendem Strukturmodell: 

  • Beobachtungen anstellen und schriftlich dokumentieren
  • Gespräch mit Kollegin suchen 
  • Auf das Kind zugehen und es subtil in einem Gespräch oder über ein Medium wie ein Bilderbuch nach aktueller Situation befragen
  • Beratung mit der insofern erfahrenen Fachkraft 
  • Gespräch mit den Eltern suchen
  • Wenn keine Änderung eintrifft, wird das Jugendamt miteinbezogen

7 Kita im Kontinuum der Moderne

7. 1 Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung 

Unser pädagogisches Personal nimmt regelmäßig, min. einmal im Jahr, an Fortbildungen teil. 

Des Weiteren erfolgte eine Zusammenarbeit im Rahmen des PQM (Pädagogisches Qualitätsmanagement). 

Um auch die äußeren Sicherheitsstandards stetig zu verbessern werden wir von SBW (Bauträger- und Verwaltungs- GmbH)begleitet und unterstützt. 

7. 2 Weiterentwicklungsprognose der Kita

Die Kita ist kein Ort des Stillstandes. Durch die außerordentlich gute Infrastruktur in Ebelsbach und das neu erschlossene Baugebiet, wird ein Wandel in unserer Kindertageseinrichtung unabdingbar sein. Die Zahl an jungen Familien und der Betreuungsbedarf in Ebelsbach sind kontinuierlich am Steigen, wodurch sich unsere Kita verändern wird.